Apotheker warnt alle, die Vitamin D einnehmen

Vitamin D wird vom Körper selbst gebildet, wenn die Haut Sonnenlicht ausgesetzt ist. Zusätzlich nehmen wir es über bestimmte Lebensmittel sowie Nahrungsergänzungsmittel auf. Trotz dieser natürlichen Quellen weisen viele Menschen, besonders in nördlicheren Regionen, einen Mangel auf. Studien zeigen, dass ein großer Teil der Bevölkerung nicht ausreichend versorgt ist, weshalb Nahrungsergänzungsmittel häufig genutzt werden.

Die Dosierung von Vitamin-D-Präparaten kann stark variieren. Während Multivitaminprodukte oft nur geringe Mengen enthalten, werden bei einem nachgewiesenen Mangel manchmal deutlich höhere Dosen verschrieben oder empfohlen. Genau hier liegt jedoch das Risiko einer Überversorgung.

Die leitende Apothekerin Jana Abelovska betont, dass die richtige Einnahme entscheidend ist. Vitamin D sollte idealerweise mit einer Mahlzeit eingenommen werden, die gesunde Fette enthält, da dies die Aufnahme im Körper verbessert. Beispiele dafür sind Joghurt, Nüsse oder ähnliche fetthaltige Lebensmittel.

Für Erwachsene im Alter von 19 bis 70 Jahren liegt die empfohlene Tagesdosis bei etwa 15 Mikrogramm, was 600 internationalen Einheiten (IE) entspricht. Diese Menge reicht in der Regel aus, um den Bedarf zu decken, sofern keine ärztlich festgestellte Unterversorgung vorliegt.

Gleichzeitig warnt die Expertin davor, eigenständig hohe Dosen einzunehmen. Da Vitamin D im Fettgewebe gespeichert wird, kann eine über längere Zeit zu hohe Zufuhr zu einer schleichenden Überdosierung führen. Diese kann sich unter anderem durch gesundheitliche Probleme bemerkbar machen, weshalb eine kontrollierte Einnahme wichtig ist.